Sam, ein walisischer Co-Therapeut stellt sich vor

Sam bei der Arbeit

 

Wer ist Sam? Sam ist ein echter Waliser, mit langer Mähne und langen Haaren an den Beinen – er ist ein typischer Vertreter seiner Rasse, den Irish Cob, besser bekannt als Tinker. Tinker sind vom Charakter ruhig, genügsam, freundlich und bei entsprechender Ausbildung gut als Therapiepferd geeignet. Er ist im Besitz der Lebenshilfe Wolfenbüttel und wohnt auf der Reitanlage der RSG ASSE.

Dreimal in der Woche kommen Kinder aus den Kindergärten „Siebenstein“ (Heilpädagogi­scher Kindergarten) und „Löwenzahn“ (Sprachheilkindergarten) zu Sam, um an einem hippo­pädagogischen Reitangebot teilzunehmen. Geleitet wird dieses von Corinna Weiß, einer aus­gebildeten Hippopädagogin. Mit Unterstützung der RSG ASSE ist es möglich, dass die Kin­der nicht nur Sam hautnah erleben können, sondern auch Kontakt zu den anderen Pferden und den Hunden knüpfen und reichlich Stallluft schnuppern können.



 

Was ist Hippopädagogik? Die Hippopädagogik basiert auf dem handlungsorientierten Kon­zept der Motopädagogik (Psychomotorik). Durch den Einsatz des Pferdes können vielfältige Wahrnehmungs- und Bewegungserfahrungen geschaffen werden, welche die Persönlichkeits­entwicklung des Menschen positiv unterstützen und begleiten können.

Pferde sind intelligent und einfühlsam. Sie kommunizieren überwiegend über Körpersprache und nehmen die Menschen so, wie sie sind. Pferde motivieren Kinder, die z.B. durch Wahr­nehmungsstörungen irritiert, durch fehlendes Selbstwertgefühl verunsichert, durch innere Un­ruhe getrieben oder durch Ängste blockiert sind. Als Co-Therapeut kann das Pferd ganzheit­lich auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene Einfluss nehmen. Pferde geben Sicherheit – ihr wiegender Gang wirkt beruhigend. Sie fordern aber auch Mut und Vertrauen heraus – der Galopp wirkt oft wie ein Sprung ins Ungewisse.

 

Während in der kalten Jahreszeit überwiegend in der Reithalle geritten und „gespielt“ wird, geht es nun so oft wie möglich raus. Dazu gehört natürlich auch mal ein Ausritt Richtung Asse oder das Reiten auf dem Springplatz (natürlich springen dann die Kinder ohne Sam über die Sprünge).

Seit gut einem Jahr besteht dieses Angebot nun schon und die Resonanz ist durchweg positiv.

Jeder, der diese besonderen Kinder über einen längeren Zeitraum mit Sam beobachten und er­leben darf ist überrascht, welch positive Wirkung Tiere als Co-Therapeuten auf Kinder haben.

 

© Corinna Weiß